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Tayfun Tok, Besuch in Erdmannhausen: „Umweltfreundliche Innovationen sind der Motor für die wirtschaftliche Entwicklung im Land“

Emissionsfreie Baustelle als
Zukunftsmodell für nachhaltiges Bauen -
Landtagsabgeordneter Tok besucht
schwäbischen Innovationsführer Probst in
Erdmannhausen.

Anlässlich des 60. Firmenjubiläums war der Landtagsabgeordnete Tayfun Tok
(GRÜNE) vergangenen Freitag (26.November) gemeinsam mit Gemeinderat Louis Wick zu Gast bei der Probst GmbH aus Erdmannhausen. Für Tok und Wick waren insbesondere die innovativen und umweltschonenden Produkte interessant,
die der schwäbische Mittelständler aus Erdmannhausen in die ganze Welt exportiert. Für die erste vollelektrische Pflasterverlegemaschine gab es kürzlich sogar den dritten Preis des Umwelttechnikpreises 2021 in der
Kategorie „Emissionsminderung, Aufbereitung & Abtrennung“, verliehen durch das Ministerium für Umwelt, Klima
Foto: Probst GF Eric Wilhelm und Tayfun Tokund Energiewirtschaft Baden- Württemberg.
Tok zeigte sich begeistert von der Innovationskraft, die hier aus der Region stammt. Für ihn seien „umweltfreundliche Innovationen der Motor für die wirtschaftliche Entwicklung im Land“. Die emissionsfreie Baustelle sieht er dabei als Zukunftsmodell für nachhaltiges Bauen.
„Dafür braucht es nachhaltige Maschinen. Sauberes, elektrifiziertes und lärmreduziertes Bauen wird weiter an Bedeutung gewinnen“, so der Sprecher für Wirtschaftspolitik seiner Fraktion. „Zwei Prozent batterieelektrische Geräte am Bau sind dafür zu wenig in
Deutschland. Da sind andere Länder wie die Niederlande und Norwegen schon weiter“, so Tok, der auch Mitglied im Bauausschuss des baden-württembergischen Landtags ist, selbstkritisch.
Der Geschäftsführer des Werkzeug- und Spezialmaschinenherstellers für Greif- und Verlegetechnik, Eric Wilhelm, ist sich dieser Vorbildfunktion bewusst. Er will das Unternehmen grüner gestalten und das Produktportfolio weiter auf Nachhaltigkeit ausrichten.
Künftig soll es für jede Produktgruppe `grüne‘ Varianten geben. Laut Wilhelm agiert das  Unternehmen am Standort bereits klimaneutral, gleicht CO2-Emissionen durch Aufforstungsprojekte aus und fördert das Fahrradfahren der Mitarbeiter.
Dass es vom Gesetzgeber her keine Emissionsgrenzen am Bau gibt, sieht er kritisch. „Solange es hierzulande keine strengeren Vorgaben oder Anreize für sauberere und gesündere Baustellen gibt, kaufen Kunden lieber Maschinen mit Verbrennungsmotor, zumal diese in der Anschaffung deutlich günstiger sind“, so Wilhelm. Das Thema klimaschonendes und ressourceneffizientes ökologisches Bauen ist gemeinsam mit dem Thema bezahlbares Wohnen für die Landesregierung von hoher Bedeutung. Deswegen möchte das
Staatsministerium von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (GRÜNE) noch in diesem Jahr einen Strategiedialog initiieren. „Beim Strategiedialog `Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen‘ wollen wir auf Landesebene alle relevanten Akteure und Verbände
vernetzen. Die heute vor Ort gewonnenen Erkenntnisse zum ökologischen Bauen nehme ich mit und bringe diese aktiv in die Landespolitik ein“, erklärt Tok abschließend.

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