Küchengespräche zur Bürgermeister(innen)wahl 2012
Wie auch bei der letzten Bürgermeister(innen)wahl lädt der Ortsverein der Grünen zum Informationsgespräch in die Küche ein. Wie Sie ja alle wissen, ist die Küche im Haus der beliebteste Ort, um miteinander bei Essen und Trinken ins Gespräch zu kommen. Deshalb spricht alles dafür, diese Tradition fortzusetzen. In entspannter Atmosphäre haben die KandidatInnen die Gelegenheit sich vorzustellen und sich den Fragen zu stellen. Uns ist es sehr wichtig, dass ein fairer Wahlkampf in Erdmannhausen stattfinden kann und die politischen Inhalte die entscheidende Rolle spielen. Unser Ziel ist es, mit unserer Verwaltung zusammen, wichtige umwelt-, klima-, energie-, wirtschafts- und sozialpolitische Ziele zu verwirklichen und unsere Gemeinde in diesem Sinne weiterzuentwickeln.
Termine:
Montag, 13.. Februar 2012 um 19.00 Uhr
Küchengespräch mit Frau Birgit Flaig, beim Familie Betz, Ellenbergstraße 40, Erdmannhausen
Freitag, 24. Februar 2012 um 19.00 Uhr
Küchengespräch mit Herrn Lutz Schwaigert, bei Familie Bader, Im Esper 14, Erdmannhausen
Einladung an alle Mitbürger
Konzessionsverträge
Kommunale Stromversorgung – wie gehen wir mit den auslaufenden Konzessionsverträgen um?
Eine Veranstaltung mit Wolfgang Berge und Jürgen Menzel
14. April 2010, 20 Uhr, Halle auf der Schray, Kleiner Saal
Jürgen Menzel ist Energieexperte und grüner Gemeinderat in Esslingen. Er wird über die rechtlichen und energiepolitischen Zusammenhänge informieren. Wolfgang Berge ist von den Freien Wählern Stadtrat und Kreisrat in Göppingen. Er gehört der Initiative an, die in Göppingen den Rückkauf des Stromnetzes organisiert.
Da in den meisten Städten und Gemeinden in unserem Land 2012 die Konzessionsverträge auslaufen, wird überlegt und verhandelt darüber, ob es nicht besser ist, die Energieversorgung selbst in die Hand zu nehmen. Die Devise heißt: weg von den großen Energiekonzernen. Selbst in Brüssel, Berlin und Stuttgart genießen die schon bestehenden Selbstversorger Sympathien, da sie für Wettbewerb sorgen. Auch der Städtetag Baden-Württembergs begrüßt ausdrücklich die Trendwende. Stadtwerke, die über das eigene Stromnetz verfügen und möglichst auch noch Erzeugung und Vertrieb in eigener Hand haben, treiben den Klimaschutz voran und sichern Arbeitsplätze vor Ort. Kleinere Kommunen wie Erdmannhausen könnten sich mit anderen Kommunen wie Marbach und Steinheim den Stadtwerken Bietigheim-Bissingen anschließen, die sich schon vor 17 Jahren selbstständig gemacht haben. Die Kommunen überlassen die Rendite am Stromvertrieb nicht mehr den Energiekonzernen sondern schöpfen den Gewinn selbst ab und können die Vorteile an die Kunden im Ort weitergeben. So profitiert jeder Bürger und jede Bürgerin selbst sowie die kommunale Kasse von der neuen Selbständigkeit.
Es gibt viele Argumente für die kommunale Übernahme des Stromnetzes. Trotzdem ist der Rückkauf nicht ohne Probleme. Deshalb brauchen wir als kleine Kommune gute Fachberater und starke Partner. Wir wollen nicht von vorn herein den bequemen Weg mit den Konzernen wählen, sondern eigenes „Know-how“ aufbauen und die Wertschöpfung für uns selbst nutzen.
Mit grünen Grüßen
Barbara Bader
Martina Glees-Brück
Interview in der Marbacher Zeitung
MZ: Frau Bader, viele Kommunen sind durch langjährige Konzessionsverträge an einen Grundversorger für Strom gebunden, der für Leitungen und Anschlüsse sorgt. Diese Verträge laufen bis 2012 aus. Welches politische Signal wollen Sie als Ortsverbandsvorsitzende der Grünen jetzt setzen?
Bader: In den meisten Städten und Gemeinden wird jetzt überlegt und darüber verhandelt, ob es nicht besser ist, die Energieversorgung selbst in die Hand zu nehmen. Die Devise heißt: Weg von den großen Energiekonzernen.
MZ: Und wohin?
Bader: Stadtwerke, die über das eigene Stromnetz verfügen und möglichst auch noch Erzeugung und Vertrieb in eigener Hand haben, treiben den Klimaschutz voran und sichern Arbeitsplätze vor Ort. Kleinere Kommunen wie Erdmannhausen könnten sich mit anderen Kommunen wie Marbach und Steinheim den Stadtwerken Bietigheim-Bissingen anschließen, die sich schon vor 17 Jahren selbstständig gemacht haben. Die Kommunen überlassen die Rendite am Stromvertrieb nicht mehr den Energiekonzernen, sondern schöpfen den Gewinn selbst ab und können die Vorteile an die Kunden im Ort weitergeben. So profitiert jeder Bürger und jede Bürgerin selbst sowie die kommunale Kasse von der neuen Selbständigkeit.
MZ: Halten Sie einen Rückkauf des Stromnetzes in Erdmannhausen oder Marbach für realistisch?
BaderEs gibt viele Argumente für die kommunale Übernahme des Stromnetzes. Trotzdem ist der Rückkauf nicht ohne Probleme. Deshalb brauchen wir als kleine Kommune gute Fachberater und starke Partner. Wir wollen nicht von vorn herein den bequemen Weg mit dem Neckarelektrizitätsverband (NEV) oder mit den großen Strom-Konzernen wählen, sondern eigenes „Know-how“ aufbauen und die Wertschöpfung für uns selbst nutzen.
MZ: Was tun Sie konkret in Erdmannhausen?
Bader: Wir veranstalten am Mittwoch nächster Woche einen Informationsabend mit zwei Experten. Jürgen Menzel ist grüner Gemeinderat in Esslingen und Energieexperte. Er referiert über das Thema Stromkonzession und stellt rechtliche und energiepolitische Zusammenhänge dar. Wolfgang Berge von den Freien Wählern ist Stadtrat und Kreisrat in Göppingen. Er gehört der Initiative an, die in Göppingen den Rückkauf des Stromnetzes organisiert.
